Ärztegesetz neu

Unsere Stellungnahme

  1. Aktueller Stand Ärztegesetz neu
  2. Das Ärztegesetz neu aus Sicht des Upledger Institutes Österreich    
  3. Osteopathie Ausbildung am UIÖ
  4. Osteopathie Ausbildung in den Gesundheitsberufen
  5. Modulare Ausbildung in modernen Therapiekonzepten
  6. Komplementär Therapeut nach Schweizer Vorbild

Anlässlich der Aufregung um das Ärztegesetz neu, möchten wir unsere Standpunkte darlegen:

  1. Aktueller Stand Ärztegesetz neu:

    die Begutachtungsfrist ist abgelaufen und wird in einer der nächsten Plenarsitzungen des Parlamentes auf der Tagesordnung stehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

  2. Das Ärztegesetz neu aus Sicht des Upledger Institutes Österreich

    Da alle Teilnehmer aus gesetzlich geregelten Berufen kommen, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die komplementären Methoden weiterhin anwenden können. Dafür setzten sich derzeit auch alle Berufsvertretungen massiv ein (u.a. MTD-Austria, WKO).

    Die Frage der Teilnehmenden, ob unsere Kurse als Osteopathieausbildung anerkannt werden, kann erst in Zukunft beantwortet werden und wird davon abhängen, ob und wie komplementäre Methoden wie Osteopathie, CranioSacral Therapie, Viszerale Manipulation und ähnliche Ausbildungen gesetzlich geregelt sein werden.

    Unsere Kurse sind eine Fort- und Weiterbildung in Gesundheitsberufen und Ausbildungen im Sinne von Therapiekonzepten (Upledger CST, Barral – VM, Osteopathie).

  3. Osteopathie Ausbildung am UIÖ

    Unser aktuelles Curriculum orientiert sich in Inhalten und Ausbildungsstunden an den Richtlinien der WHO (benchmarks of training in Osteopathy) und dem Curriculum der Osteopathie Gesellschaft Deutschland (OGD/UIDE). Die Ausbildung am OGD ist in Deutschland durch den Bundesverband Osteopathie e.V./ BVO anerkannt.

    Weder in Deutschland noch in Österreich gibt es derzeit gesetzlich geregelte Ausbildungsvorgaben für die Osteopathie (Ausnahme: Bundesland Hessen). Die benchmarks of training in Osteopathy der WHO wurden von einem internationalen Gremium erarbeitet. Die Vorgaben der deutschen Verbände (BVO, VOD) und der OEGO der österreichischen Gesellschaft für Osteopathie sind ausschließlich interne Verbands- bzw. Vereinsregelungen. Es gibt dafür derzeit keine gesetzlichen Grundlagen. Die Gründung eines eigenen Osteopathie Verbandes für Absolventen der Osteopathie Ausbildung am UIÖ steht daher demnächst bevor.

  4. Osteopathie Ausbildung in den Gesundheitsberufen

    Wir sind der Meinung, dass eine vollständige Weiterbildung in Osteopathie nicht Ziel für alle körperorientieren Therapeuten sein kann.

    Die jeweilige Grundberufsausbildung befähigt und berechtigt unsere Teilnehmer mit Patienten bzw. Klienten zu arbeiten. Alle unsere Kurse ergänzen die einzelnen Berufe als Weiterbildungsangebote in sinnvoller Weise. Aus unserer Sicht ist daher eine Gesamtausbildung in Osteopathie nicht zwingend für alle berufsausübenden Therapeuten nötig.

  5. Modulare Ausbildung in modernen Therapiekonzepten

    Upledger CranioSacral Therapie, Barral Viszerale Manipulation, Pariatele Techniken, Osteopathie

    Unser modulares System ermöglicht den Teilnehmern, die jeweiligen Therapiekonzepte in einzelnen Kursreihen zu erlernen und mit einer Gesamtprüfung über die Kursreihe abzuschließen. (z.B. Zertifikat Upledger CranioSacral Therapie). Sie haben dabei weitreichende Freiheiten in der Gestaltung der Weiterbildungszeit.

    Die einzelnen Module können entsprechend den individuellen Bedürfnissen frei kombiniert und auf Wunsch zum Curriculum Osteopathie zusammenfügt werden. Den Abschluss dafür bildet das Zertifikat Osteopathie.

  6. Komplementär Therapeut nach Schweizer Vorbild:

    Wir unterstützen alle Initiativen in Richtung eines gesetzlich geregelten „Komplementär-Therapeut“ nach Schweizer Vorbild, da auch uns die Patientensicherheit ein großes Anliegen ist. Für diesen „Komplementär-Therapeut“ setzen sich u.a. auch Cranio Austria und die  ECSAN, die European Craniosacral Association ein.

    Wir fordern, dass alle Anwender komplementärer Methoden neben der fachlichen Ausbildung ein Mindestmaß an basismedizinischem und rechtlichen Wissens aufweisen. Dies würde aus unserer Sicht den sogenannten „Wildwuchs in der Therapie“ konstruktiv beenden.

Für das UIÖ
Marianne Schauperl, Institutsleitung
Dr. Ulrike Fabian-Riedler, Ärztliche Leitung

 


 

Das Ärztegesetz neu schlägt große Wellen in der Öffentlichkeit

Einige der zahlreichen kritischen Initiativen gingen von AbsolventInnen des Upledger Institutes aus.
So wurde u.a. der ORF durch einen Hinweis einer Kollegin auf die Brisanz des Themas aufmerksam gemacht und zur Recherche angeregt.

Links  zu diesem Thema

Kurier - 08.11.2018
Neues Ärztegesetz: Stopp für unseriöse Heilsversprechen → Kurier.at

Stellungnahmen zu Ministerialentwürfen - 05.11.2018
Ärztegesetz 1998 sowie das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz und das Freiberuflichen-Sozialversicherungsgesetz (48/SN-86/ME).
Stellungnahmen unter: → Parlament.gv.at

ORF.at - 02.11.2018
Ärztegesetz neu – eine Reparatur, die Fragen aufwirft: → ORF

ORF Vorarlberg - 05.12.2018
Physiotherapeuten aufs Abschiebegleis?  → ORF Vorarlberg